WWE TLC: Tables, Ladders & Chairs 2014
Sonntag, 14 Dezember 2014 / Quicken Loans Arena in Cleveland, Ohio / 14.000 Zuschauer

FLIEGENDE FUNKEN
BRINGEN DIE ENTSCHEIDUNG

TLC-Match – Bray Wyatt bes. Dean Ambrose: Dieses Match sollte es in der Main-Event-Position schwer haben. Zum einen hatten die Fans bis zu diesem Zeitpunkt schon eine Vielzahl an Aktionen mit Tischen, Leitern und Stühlen gesehen. Hinzu kam, dass beide Wrestler von der Wahrnehmung als tatsächliche Main-Event-Wrestler noch ein ganzes Stück entfernt sind. Dennoch wollte man ihnen verständlicherweise das Spotlight geben, zumal das TLC-Match als Abschluss des Abends natürlich auch wieder am Ende stehen sollte. Mit zunehmendem Matchverlauf war es dennoch so, dass die Zuschauer zumeist höchstens auf spektakulärere Bumps und Aktionen reagierten, weniger aber auf die beiden Akteure und deren Rivalität.

Auch in diesem Match steckten beide Wrestler eine Menge weg: Ambrose flog schon frühzeitig von den Seilen auf einen draußen stehenden Tisch. Kurz darauf steckte er – auf einer Leiter liegend – eine Splash seines Gegners ein. Der massivste Treffer kam jedoch, als Ambrose aus den Seilen gelaufen kam und mit einer knallharten Clothesline auf die Matte geschickt wurde. Dieses Geschenk gab Ambrose kurz darauf außerhalb des Rings übrigens an seinen Gegner zurück. Im Eingangsbereich kletterte Ambrose daraufhin auf eine Leiter und stürzte sich mit einem Elbow Drop auf den auf einem Tisch liegenden Wyatt. Noch besser: Die Aktion wiederholte Ambrose im Anschluss, dieses Mal aber von einer noch höheren Leiter.

Im Anschluss ging es zurück zwischen die Seile, wo Wyatt Ambrose nun mit Sister Abigail aus dem Nichts überraschte. Einen zweiten Versuch zu Sister Abigail konterte Ambrose in einen Einroller. Anschließend katapultierte er Wyatt in eine in der Ringecke liegende Leiter und zog dann die Dirty Deeds zum 2-Count durch. Damit nicht genug, schaute Dean nämlich noch einmal unter dem Ring nach und fand dort einen funktionstüchtigen Fernseher, auf dem die Veranstaltung lief. Den Fernseher samt Verkabelung legte er in den Ring, holte dann aber noch eine hohe Leiter aus dem Eingangsbereich an den Ring. Nach einem Hin und Her landete Wyatt auf dem spanischen Kommentatorentisch. Ambrose sprang anschließend von der hohen Leiter mit seinem dritten Elbow Smash des Abends auf Wyatt. Die spektakulärste Aktion des Matches!

Jetzt wollte Ambrose im Ring den Sieg klarmachen, Wyatt aber noch vorher mit dem Fernseher von den Beinen holen. Ambrose nahm mit dem TV-Gerät Anlauf, wurde aber von der Verkabelung gestoppt. Beim zweiten Anlauf zog Ambrose im Lauf die Kabel aus dem Gerät, und es gab eine große Explosion mit jeder Menge Funken. Ambrose wurde von diesen Funken geblendet und ging zu Boden. Wyatt kam jetzt zurück und platzierte Sister Abigail zur Pinfall-Entscheidung. Ambrose hatte damit sein nächstes PPV-Match unter einigermaßen unklaren Umständen verloren und Wyatt blieb somit in einer guten Position. Ein actionreicher Main Event, dem jedoch ein gewisses i-Tüpfelchen fehlte. (26:03) ***1/2

CHRISTIAN BRUNS


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