Survivor Series 2004
Sonntag, 14 November 2004 / Gund Arena in Cleveland, Ohio / 7.500 Zuschauer

05. WWE Women’s Championship: Trish Stratus vs. Lita
Überraschend kurz…eindeutig zu kurz. Lita ging wie eine rasende Furie auf Trish los und setzte dabei regelwidrig einen Stuhl ein, was natürlich prompt ihre Disqualifikation zur Folge hatte. Sieger sowie weiterhin Women’s Champion: Trish Stratus. Diese Fehde ist noch lange nicht zu Ende. (01:12) Ohne Wertung

06. WWE Championship: John Bradshaw Layfield (w/ Orlando Jordan) vs. Booker T
Nicht so schlecht wie erwartet, was aber wieder einmal auch an Orlando Jordan lag, der das Match mit seinen unzähligen Angriffen gegen Booker T einigermaßen unterhaltsam gestaltete. Nett anzusehen war der Scissors Kick von Booker T außerhalb des Rings, bei dem Jordan spontan einen einwandfreien Vorwärtssalto aufs Parkett hinlegte. So gut hat noch niemand den Finisher vom fünffachen WCW Heavyweight Champion verkauft. Dazu darf der selbstlose Einsatz des kleinen Josh Mathews nicht vergessen werden, welcher im letzten Moment einen Pinversuch von JBL verhindern konnte, und dafür zur Strafe anschließend die Clothesline from Hell kassierte. Ansonsten wurde natürlich Brawling ohne Ende gezeigt. Verständlich, da JBL einfach nix anderes kann und Bookers Können im Ring ebenfalls limitiert bzw. oft vom Gegner abhängig ist. Die beiden haben jedenfalls das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht. Am Ende gelang JBL das Cover, nachdem er zuvor Booker T hinter dem Rücken des Ringrichters mit dem Titelgürtel niedergeschlagen hatte. (14:44) **3/4

07. Triple H & Batista & Edge & Gene Snitsky vs. Randy Orton & Chris Benoit & Maven & Chris Jericho
Das zweite traditionelle Survivor Series Tag Team Elimination Match an diesem Abend. Maven wurde vor dem Kampf im Backstagebereich von Gene Snitsky kurzzeitig ausgeschaltet, durfte sich dann aber – nachdem Benoit etwas überraschend als Erster seines Teams eliminiert wurde – an dem grunzenden Babykiller rächen. Hierbei ging der ehemalige Tough Enough-Gewinner allerdings etwas übereifrig zu Werke, und verpasste Snitsky mit einem Flying Forearm einen richtig üblen Cut an der linken Augenbraue, der absolut nicht geplant war. Kein guter Start für Maven im Main Event eines PPVs. Zum Glück war hier Snitsky das Opfer und nicht Triple H. Insofern kann Maven, der sich neuerdings einen Sixpack-Waschbrettbauch antrainiert hat, weiter auf die Fortsetzung seines Push hoffen.

Zum Schluss des Matches triumphierte erwartungsgemäß Randy Orton mit dem RKO über Triple H. Vorher musste der Legend Killer eine Zwei zu Eins Situation meistern, weil sich in den letzten Minuten noch Edge an der Seite von Triple H befand. Nun erhält RAW neue Impulse durch die GM-Storyline, bei der die Gewinner jeweils für eine Show den General Manager spielen dürfen. Das wird interessant. (24:28) *** ½

Abschließende Bewertung
Die Survivor Series 2004 erhält 7 von 10 Punkten. Aus der relativ schwachen Card haben alle Beteiligten insgesamt gesehen doch noch einen recht anständigen PPV gebastelt. Trotzdem kann man von einer Survivor Series mehr erwarten, zumal das eine der wenigen Veranstaltungen im Jahr ist, bei denen ausnahmsweise mal beide Kader des Wrestlingunternehmens mit dabei sind. Hier hätte WWE beispielsweise die Gelegenheit für ein klassisches Tag-Team-Elimination-Match zwischen einem RAW- und einem SmackDown!-Team gehabt. Die darin aufgebaute Spannung hätte meiner Meinung nach wenig später dem Royal Rumble im Januar noch etwas mehr Brisanz verliehen. Dort treffen die Stars beider Kader bekanntlich ebenfalls aufeinander. Der Rostersplit bietet viele Möglichkeiten, die bisher einfach nicht genutzt wurden.

Top Matches
1. Triple H & Batista & Edge & Gene Snitsky vs. Randy Orton & Chris Benoit & Chris Jericho & Maven
2. Shelton Benjamin vs. Christian
3. Spike Dudley vs. Billy Kidman vs. Chavo Guerrero vs. Rey Mysterio

MVP of the PPV
Shelton Benjamin


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