WWE Elimination Chamber 2015
Sonntag, 31 Mai 2015 / American Bank Center in Corpus Christi, Texas / 7.000 Zuschauer
WWE Elimination Chamber 2015

EIN PAUSENFÜLLER

Neville bes. Bo Dallas: Nach dem vorangegangenen Match mussten die Zuschauer jetzt erst einmal durchatmen. Neville und Bo Dallas machten es den Fans auch leicht. So zog sich das wenig spektakuläre Match zwischen diesen beiden früheren NXT-Champions ein wenig in die Länge. Die wiederholten Headlocks auf beiden Seiten fielen dabei schon ein wenig auf. Neville nahm an Fahrt auf, als er Dallas erst mit dem Gesicht voran in eine Ringecke stolpern ließ und dann eine Standing Shooting Star Press brachte. Bo Dallas kam mit einem DDT noch einmal zurück. Den BoDog wehrte Neville jedoch ab und hämmerte Dallas stattdessen mit einem Enzuigiri auf die Matte. Der Mann aus Newcastle folgte dann mit dem Red Arrow zur Entscheidung. (8:51) **1/4

RYBACK WIRD IC-CHAMPION 

Intercontinental Championship – Elimination Chamber Match – Ryback bes. Sheamus, R-Truth, King Barrett, Dolph Ziggler, Mark Henry: In der ursprünglichen Besetzung konnte dieses Match nicht über die Bühne gehen. Der Grund: Rusev hatte sich bei der SmackDown-Aufzeichnung am Dienstag zuvor am Fuß verletzt. Eine Situation, über die die Zuschauer zu Beginn der Kickoff-Show erstmals in Kenntnis gesetzt wurden. Als Überraschungsmann rückte stattdessen der zuletzt wenig gesehene Mark Henry ins Match. Damit fiel natürlich auch eine Rivalität innerhalb der Konstellation heraus, nämlich die zwischen Rusev und Dolph Ziggler. Dolph bekam im Vorfeld noch die besten Wünsche von Lana mit auf den Weg. Ansonsten spielte sich zwischen der neuen Paarung zumindest an diesem Abend aber nichts ab. Überhaupt waren es die großen Konflikte, die dem Elimination Chamber Match dann auch fehlten und es über weite Strecken eher langweilig wirken ließ.

So passierte in der ersten Phase des Matches mit Dolph Ziggler und King Barrett schon einmal nicht viel. Mit R-Truth kam als dritter Teilnehmer nicht gerade ein Mann ins Match, dem man die allergrößten Siegchancen einräumte. Der Brite mit dem Bullhammer dominierte die meiste Zeit das Geschehen – etwa mit den Winds of Change gegen R-Truth und einem harten Thrust Kick gegen Ziggler. Außerhalb des Rings donnerte King Barrett dann Ziggler gegen die Zelle von Mark Henry, woraufhin das Plexiglas aus dem Rahmen sprang und Mark Henry der Weg nach draußen ermöglicht wurde. Ohne bereits offiziell ins Match gewählt worden zu sein, stieg der stärkste Mann der Welt kurzerhand ins Geschehen ein. Momente später folgte Ryback, dessen Kammer ganz regelkonform geöffnet wurde.
Zum Opfer der nahezu gesamten Konkurrenz wurde King Barrett, der letztlich mit dem Lie Detector durch R-Truth als erster Teilnehmer eliminiert wurde. Ein durchaus überraschender Ablauf. Eigentlich sollte dann auch bereits Sheamus ins Rennen gelassen werden. Doch als der Count abgelaufen war, konnte der Ringrichter die Zelle des keltischen Kriegers nicht öffnen. „Lasst mich ins Match“, rief Sheamus, während die Action im Ring weiterlief. Hier hämmerten die vier übrigen Teilnehmer aufeinander ein, bis Ryback dann R-Truth auflud und ihn mit dem Shellshock als zweiten Mann Richtung Umkleide schickte. Ziggler sollte dann auch vom Big Guy abgefertigt werden. Doch bevor die Meathook Clothesline einschlagen konnte, setzte Dolph einen Superkick dagegen. In der Zwischenzeit befreite sich Sheamus aus seiner Kammer. Er offenbarte, mit seinem keltischen Kreuz selbst die Öffnung der Kammer blockiert zu haben, um so Zeit schinden zu können. Ganz schön frech!

Der frische Sheamus konnte deshalb im Ring auch gleich mal wie die Feuerwehr loslegen und alsbald Mark Henry mit einem Brogue Kick pinnen. Daraufhin teilten vor allem Sheamus und Dolph Ziggler einige Aktionen aus. Der keltische Krieger konnte aber sogar nach dem Zig Zag direkt wieder auf die Beine kommen und gegen Ziggler mit seinem Brogue Kick einschlagen, um auch den zweiten Mann in Folge zu eliminieren. Die Entscheidung um die vakante Intercontinental Championship fiel also zwischen dem Big Guy und dem White Guy.

Bei diesen beiden Protagonisten durfte man sich einen ziemlichen „Slobberknocker“ erwarten – und genau so kam es dann auch. Nach einem Powerslam wollte Ryback die Meathook bringen. Der Ire ergriff jedoch die Flucht – und draußen auf dem Metall gab es den White Noise gegen Ryback. Einen ähnlich harten Aufschlag machte Ryback noch auf der gegenüberliegenden Seite, wo Sheamus eine Rolling Senton Bomb auspackte. Außerhalb des Rings sollte es dann den Brogue Kick geben. Doch der Big Guy fing seinen Gegner ab und beförderte ihn mit einer Powerbomb zurück zwischen die Seile. Dort fackelte Ryback nicht lange und setzte mit dem Shellshock nach, um auf diesem Weg den Weg zu landen. Sheamus gewann damit den ersten Einzeltitel in seiner WWE-Laufbahn und zeigte sich dankbar und geehrt, als ihm die Championship vom vorangegangenen Titelträger Daniel Bryan überreicht wurde. Bis auf eine muntere Schlussphase, die allerdings auch kaum Reaktionen des Publikums zog, war dieses Chamber-Match eine ziemlich zähe Veranstaltung. (25:11) **


Elimination Chamber History