In der Nacht auf Montag fand in Philadelphia die wichtigste Veranstaltung im TNA-PPV-Kalender statt: Bei Bound for Glory stieg Sting gegen Hulk Hogan in den Ring. Bobby Roode forderte TNA-Champion Kurt Angle heraus. Hier folgen die Ergebnisse zur Show!
| Das Match des Jahres: Hulk Hogan trifft auf Sting |
Pre-Show: Mexican America verteidigten die TNA Tag-Team-Titel gegen Ink Inc. Das Match wurde vorab via Facebook/ImpactWrestling gezeigt.
1) Austin Aries verteidigte die TNA X-Division Championship gegen Brian Kendrick. Ein guter Opener. Philadelphia mochte besonders Aries.
2) Rob Van Dam besiegte Jerry Lynn in einem Full Metal Mayhem Match. Hier waren Stühle, Leitern usw. legal. RVD zeigte am Ende den Van Terminator (Coast to Coast) gegen Lynn, der von einer Leiter bedeckt in einer Ringecke lag. In diesem Match lief nicht alles elegant ab, doch beide Männer zeigten hohen Einsatz. Gerade ECW-Fans aus den 90ern werden sich an diesem Match erfreut haben. Und von denen saßen auch einige im Publikum.
3) Crimson besiegte Matt Morgan und Samoe Joe in einem 3-Way. Joe wurde nach einem Spear gepinnt.
4) Mr. Anderson besiegte Bully Ray in einem Falls Count Anywhere Match. Am Ende zeigte Anderson seinen Mic Check durch einen Tisch außerhalb des Rings gegen Bully. Wieder ein hartes Match mit vollem Körpereinsatz auf beiden Seiten.
Backstage wurde offenbart, dass es sich bei Ringrichter Jackson James um Eric Bischoffs Sohn handelt. James bekam den Hinweis von seinem Vater, im Match zwischen Hogan und Sting heute wieder "die richtigen Entscheidungen" zu treffen.
5) Velvet Sky besiegte Winter, Mickie James und Madison Rayne und wurde neue TNA Knockouts Championesse. Karen Jarrett war die Ringrichterin. Ihr wurde aber von Winter "Blut" in die Augen gespuckt, das eigentlich für Mickie James bestimmt war. Karen Angles Bedienstete Traci Brooks kam anschließend in die Halle und zählte den Pin zugunsten von Velvet, die das Match gegen Madison Rayne beendete. Ein konfuses Ende. Bis dahin hatten sich die Zuschauer weniger für dieses Match interessiert.
6) AJ Styles besiegte Christopher Daniels in einem I Quit Match. Aufgrund der Regeln gab es hier kein typisches Technikfeuerwerk. Stattdessen viele Versuche, mit harten Aktionen die Aufgabe zu erzwingen. An dieser Stelle der Card hätte ein Technik-Match allerdings wesentlich besser funktioniert. Daniels kündigte zu einem Zeitpunkt sogar an, Styles töten zu wollen. Der setzte dann aber zu einem Comeback an und drohte sogar, Daniels mit einem Schraubendreher durchbohren zu wollen. Dieses Werkzeug hatte Daniels vorher ins Spiel gebracht. Daniels gab sofort auf. Daraufhin lief der Fallen Angel aus der Halle, überraschte Styles aber später nochmal. Als Styles die Halle verlassen wollte, wurde er nämlich wieder von Daniels attackiert und mit den Angles Wings auf der Rampe ausgeschaltet.
7) Sting besiegte Hulk Hogan mit dem Scorpion Deathlock. Sting sorgte so dafür, dass Dixie Carter die volle Kontrolle über TNA zurückgewann. Zuvor hatte Hogan noch Ric Flair als Unterstützung an den Ring geholt. Hogan und Sting bluteten beide in diesem Match. Hogans körperliche Beeinträchtigung war offensichtlich, dennoch lieferten beide Männer im Rahmen ihrer Möglichkeiten hier eine gut erzählte Geschichte ab. Es half auch, dass sich das Publikum für beide Männer begeisterte (vor allem für Hogan). Nach der Entscheidung ging Immortal dann gemeinsam auf Sting los. Doch Hogan turnte gegen Immortal und half dem Stinger! Am Ende (und nachdem Eric Bischoff abserviert worden war) feierten Hogan und Sting gemeinsam.
8) TNA-Champion Kurt Angle verteidigte sein Gold gegen Bobby Roode. Den Sieg holte Angle nach einem Olympic Slam. Ein ordentlicher, bei weitem aber nicht denkwürdiger Main Event. Der Titelwechsel war nach dem perfekten Aufbau Roodes hier erwartet worden. Manche würden sogar behaupten, er wäre Pflicht gewesen!!! Dennoch siegte Angle. Allerdings hatte Roode beim entscheidenden Pinfall seinen rechten Arm außerhalb des Rings. Angle, der mit einem stark bandagierten rechten Oberschenkel das Match bestritt, zog sich nach der Entscheidung sofort einen Schuh aus und wurde von einem Trainer aus der Halle gebracht.
Ganz klar: Das Ende der Show enttäuschte. Ansonsten war es eine ziemlich ordentliche Veranstaltung. Unter diesem Umständen wäre ein Finale mit Hogan und Sting die bessere Wahl gewesen.
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