Bundestagswahl 2017

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14 Beiträge • Seite 1 von 1

Was nun?

Jamaika weiter probieren
1
13%
Minderheitsregierung
1
13%
GroKo mit Merkel
0
Keine Stimmen
GroKo ohne Merkel
0
Keine Stimmen
Neuwahlen
6
75%
Koalition mit FDP,AfD oder andere ;)
0
Keine Stimmen
Sontige
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt : 8

Bundestagswahl 2017

Beitragvon holmer » 20. Nov 2017 20:44

Ich probiers mal :mrgreen:

Jamaika ist vorerst gescheitert !

Mal ehrlich: hat wirklich jemand gedacht das würde funktionieren? Im Prinzip sind das aktuell 4 verschieden Parteien aus unterschiedlichsten Richtungen! ..Selbst CDU und CSU sind sich nicht einig ..dazu FDP und Grüne ..never ever! Hätten sie sich geeinigt ,hätte es später gekracht mit Neuwahlen

Aber was jetzt?
Ich hab ja schon nach der Wahl gesagt, die SPD wird aus diesem Chaos als Sieger hervorgehen ! (Allerdings hab ich mit 1-2 Jahren Jamaika gerechnet) ..die SPD muss sich jetzt eigentlich nur hinstellen und sagen : GroKo ja, aber ohne Merkel ..zudem kann man viel mehr eigene Ziele jetzt durchsetzen


neuwahlen?
Ganz ehrlich, die Wähler werden nicht viel anders wählen, das ist ja das grosse Dilemma :mrgreen:


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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon metallon » 20. Nov 2017 21:02

Tja, die Parteien sind gefragt. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet eine Regierung zu bilden. Da muss halt eben der eine oder andere mal das Ego zurück fahren und konstruktiv werden. Ich weis das ist viel verlangt von Politikern.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon JoMo Sapien » 20. Nov 2017 21:46

metallon hat geschrieben:Tja, die Parteien sind gefragt. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet eine Regierung zu bilden. Da muss halt eben der eine oder andere mal das Ego zurück fahren und konstruktiv werden. Ich weis das ist viel verlangt von Politikern.

Wer aber wie ein Wendehals erscheint, wird bei der nächsten Bundestagswahl abgestraft. Respekt, ich bin kein Fan von FDP, aber das fand ich gut. Am Ende würd's ihnen vielleicht noch so ergehen wie der SPD. Ich seh bloß nicht, was bei einer Neuwahl anders sein soll. 1 Prozent mehr bei AfD und FDP vielleicht, bei Union womöglich 1 oder höchstens 2 Prozent weniger. Eine GroKo oder Minderheitsregierung ohne Merkel wird es wohl kaum geben, denn Merkel will verbissen an der Macht bleiben. Aber so viel dazu, die AfD könnte eh nichts bewirken, weil keiner mit ihr zusammenarbeiten will. Ohne AfD hätte es durchaus für schwarz-grün (Merkels Wunschkoalition) reichen können. Gut, dass das nicht passieren wird.
Zuletzt geändert von JoMo Sapien am 21. Nov 2017 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Eden H. » 20. Nov 2017 21:55

Ich frage mich was passiert wenn es bei Neuwahlen das gleiche Ergebnis gibt. Gibt es dann wieder Jamaika Verhandlungen oder gleich die nächste Runde Neuwahlen am nächsten Wochenende :mrgreen:
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Unrein » 21. Nov 2017 13:53

Als jemand der die FDP gewählt hat, muss ich Herrn Lindner Respekt für diese Entscheidung zollen. Damals hat man der FDP immer vorgeworfen, alles mitzumachen und um jeden Preis in die Regierung einzusteigen, diesmal haben sie es anders gemacht. Mit Lindner und Kubicki hat die Partei auch zwei starke Gesichter an der Spitze, die entschlossen, mutig und selbstbewusst auftreten. Viele prügeln jetzt auf Herrn Lindner und die FDP ein und behaupten die Liberalen fürchten sich vor einer Regierungsbeteiligung und hätten alles inszeniert. Ich sehe das nicht so, auch dass Union und Grüne kurz vor der Einigung waren, kann ich nicht glauben. Es kann natürlich sein, dass die FDP bei einer Neuwahl geschwächter herausgeht, ich werde sie jedenfalls wieder wählen.

Neuwahlen machen aber nur Sinn, wenn die Wahlverlierer von CDU/CSU und SPD mit neuem Personal antreten. Normalerweise hätten Merkel, Seehofer und Schulz nach der Wahl die Konsequenzen ziehen und zurücktreten müssen. Bei einem neuen Kanzlerkandidaten der Union (vielleicht Söder? Schäuble?) und Frau Nahles als SPD Spitzenkandidatin könnte man AfD und die Linke klein halten. Sollten aber wirklich Merkel/Seehofer und Schulz wieder antreten, würde ein ähnliches Ergebnis wie Ende September bei herauskommen. Nur das die AfD noch einige Prozente mehr bekommt!!
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Chronos » 21. Nov 2017 17:42

Kubicki vertritt den Hauptangeklagten im Cum-Ex-Prozess. Die Cum-Ex-Deals gelten als größter Steuerbetrug seit Gründung der BRD. Von 2000 bis 2012 wurden ein Schaden von rund 12 Milliarden Euro verursacht. Daran waren nur Millionäre und Milliardäre beteiligt. Man Google mal, was das Internet ueber Cum-Ex im Zusammenhang mit Maschmeyer, Ferres und Slomka ausspuckt. In der letzten Legislaturperiode gab im Bundestag fünf Untersuchungsausschuesse: NSU, nsa, edathy, Abgasaffäre und eben Cum-Ex. Als Finanzminister müsste Kubicki die Cum-Ex-Deals aufklären, Steuern eintreiben und Gesetzesluecken schließen. Als Anwalt muss er die Gesetzesluecken ausnutzen.

Deutsche Belehrungsjournalisten könnten einem fast ein bißchen leid tun. Sie eilen von Niederlage zu Niederlage. Erst wählen Amis und Briten anders als angemahnt, dann geht die Bundestagswahl in die Binsen und jetzt haben sie auch noch die Regierungsbildung verloren. Frau Slomka war im gestrigen Interview mit Lindner richtig giftig. Für die CSU ist das bitter, von ihr als traditionell konservative Partei hätte man zuerst erwarten müssen, die Notbremse vor einer Kollaboration mit den grün-religiösen Damen Göring-Eckardt und Merkel zu ziehen. Das wird Seehofer übel bekommen, wenn er wieder in München ist. All das interessiert Frau Slomka nicht. Auch nicht, daß die nunmehr veränderte politische Lage nicht ursächlich auf die FDP zurückzuführen ist, sondern auf die internationalen Alleingänge Merkels, die in den letzten drei Jahren alles auf den Kopf stellte, was bislang die CDU ausmachte, und was auch erklärtes politisches Ziel Merkels war. Kohl trieb Merkels Politik in seinen letzten Tagen die Tränen in die Augen: Die macht mir mein Europa kaputt. Die FDP bleibt trotzdem unwählbar, da nicht nur die Koalitionsverhandlungen wichtig sind, sondern auch die Wahlprogramme.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Codyrhodes » 21. Nov 2017 18:21

Gut zusammengefasst. :thumbsup:

Mit den Grünen kann sich doch kein normaler Mensch an einen Tisch setzen, die sind so etwas von weltfremd.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Unrein » 26. Nov 2017 21:00

Jetzt will die SPD doch Gespräche mit der Union über eine mögliche Neuauflage der GroKo führen. Mal sehen, ob die SPD sich am Ende darauf einlässt.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Eden H. » 26. Nov 2017 21:03

Unrein hat geschrieben:Jetzt will die SPD doch Gespräche mit der Union über eine mögliche Neuauflage der GroKo führen. Mal sehen, ob die SPD sich am Ende darauf einlässt.

Dann brauchen sie bei der nächsten Wahl gar nicht mehr antreten. Damit würde sich auch noch das letzte bisschen Würde und Integrität was ihnen verblieben ist verabschieden. Die würden 2021 mit der 5% Hürde kämpfen wenn sie sich jetzt tatsächlich auf eine Koalition mit der Union einlassen.

Btw : Der andere Thread wurde ja leider geschlossen, und ich habe mir so viel Mühe gemacht. Hier also interessante, lokale Ergebnisse von der Wahl im September :

Noch ein paar interessante Resultate aus den einzelnen Wahlkreisen :

Kreise wo die Grünen und Linken respektable Ergebnisse erreicht haben :
- Frankfurt I Grüne 13,6% / Linke 12%
- Hannover II Grüne 14,9% / Linke 12%
- Köln III Grüne 14% / Linke 12,8%
- Saarbrücken Linke 14,9%

Ein Ergebnis von der Wahl 2013 das sogar die CSU neidisch machen dürfte. Wahlkreis Cloppenburg/Vechta CDU 63,2% / SPD 19,8%

Die FDP war in NRW durchgehend stark, in den Kreisen Krefeld-Neuss und Rhein-Sieg II erreichte sie 17,4%

In Gelsenkirchen erreichte die AfD 17%

Die krassesten Ergebnisse aus dem Osten :
- Bautzen AfD 32,8% von 7,1% 2013. CDU 27,1% von 45,6% 2013.
- Görlitz AfD 32,9% von 8,2%. CDU 26,7% von 44,1%
- Meißen AfD 32,9% von 7,1%. CDU 26,1% von 45,1%
- Sächsische Schweiz / Osterzgebirge AfD 35,5% von 7,9%. CDU 25,6% von 46%. SPD 7,8%
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Unrein » 26. Nov 2017 21:14

Eden H. hat geschrieben:
Unrein hat geschrieben:Jetzt will die SPD doch Gespräche mit der Union über eine mögliche Neuauflage der GroKo führen. Mal sehen, ob die SPD sich am Ende darauf einlässt.

Dann brauchen sie bei der nächsten Wahl gar nicht mehr antreten. Damit würde sich auch noch das letzte bisschen Würde und Integrität was ihnen verblieben ist verabschieden. Die würden 2021 mit der 5% Hürde kämpfen wenn sie sich jetzt tatsächlich auf eine Koalition mit der Union einlassen.

Ganz so schlimm würde es wohl nicht kommen, aber vor Neuwahlen hätte die SPD glaube ich auch Angst. Ich bin jedenfalls gespannt darauf, was die Sozialdemokraten nun tun werden.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon holmer » 26. Nov 2017 21:17

Ich glaube , die werden unverschämte Forderungen stellen

Und danach: seht her, wir haben es doch versucht ;)
Ich würde an SPD Stelle diesmal auch keine Regierungsverantortung übernehmen... lieber Merkel in einer Minderheitsregierung blamieren lassen und dann gibts vllt auch bessere Ergebnisse für die SPD bei Neuwahlen in 1-2 Jahren
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Unrein » 13. Jan 2018 19:51

Die Neuauflage der Großen Koalition könnte am Widerstand der Basis scheitern:

"Die SPD-Basis in Sachsen-Anhalt stellt sich gegen eine Neuauflage der Großen Koalition in Berlin. Auf dem Landesparteitag in Wernigerode beschlossen die Delegierten mit einer Stimme Mehrheit einen Antrag der Jusos, der ein Bündnis mit der Union ablehnt. "Verlässliches Regieren ist mit der Union aktuell nicht möglich", heißt es in der Begründung des Papiers. Die Ergebnisse der Sondierungen in Berlin zeigten, dass sich die Ziele der SPD so nicht durchsetzen ließen. Der Antrag nennt vor allem die Bürgerversicherung als Kernforderung der SPD."

Widerstand auch in anderen Bundesländern

"Während die Basis in Sachsen-Anhalt also die Koalitionspläne des Parteivorstandes abgeurteilt hat, regt sich auch Widerstand in anderen Landesverbänden. So sieht die Partei in Hessen noch erheblichen Bedarf an Nachbesserungen für mögliche Koalitionsverhandlungen mit der Union, sagte Landesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel. Und auch in NRW sieht es noch düster aus für eine Neuauflage des Bündnisses mit der Union."

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... ition.html
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Eden H. » 13. Jan 2018 21:49

Demnächst brennt der Bundestag, dann passt möglicherweise die Sitzverteilung für eine neue Koalition Bild
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Codyrhodes » 13. Jan 2018 23:28

Das musst du dir vorstellen. Als die Freibäder geschlossen wurden war die Wahl und wenn die Freibäder geöffnet werden, hat Deutschland immer noch keine. Die SPD ist mittlerweile so unglaubwürdig, vielleicht sollten die sich auflösen.
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